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Verminderung des Fluglärms über Riedstadt

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung fasst folgenden Beschluss:

  1. 1. Der Magistrat wird aufgefordert, in der nächsten Sitzung des UBV eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Fluglärm – Alternative Abflugrouten“ zu organisieren. An dieser sollen teilnehmen: Ein Vertreter der „Zukunft Rhein/Main (ZRM)“ (z.B. Herr Reinhard Ebert), ein Vertreter des Deutschen Fluglärmdienstes sowie ein Vertreter der Flugsicherung GmbH Langen.
  2. 2. Zur Vorbereitung dieser Veranstaltung wird der Magistrat aufgefordert, die Umsetzbarkeit folgender Abflugrouten zu prüfen bzw. prüfen zu lassen:
    • Flugzeuge, die die derzeit die Abflugroute „ANEKI“ fliegen, müssen diese Route genau einhalten (Reduzierung der Streuung)
    • Die Abflugroute „SOBRA-U“, die zu einem Einschwenken der Flugzeuge über Riedstadt nach Westen führt, wird abgeschafft. Stattdessen sollen entsprechende Flugzeuge die Abflugroute „ANEKI“ bis Pfungstadt/Hahn nutzen und dann südlich von Biebesheim nach Westen einschwenken.

Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen auf der Veranstaltung unter 1 mit den einzuladenden Experten diskutiert werden.

Begründung:

Die Fluglärmbelastung über einigen Stadtteile von Riedstadt hat stark zugenommen. Dies manifestiert sich auch durch vermehrte Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern.

In einer Pressemitteilung des Magistrats vom 01. März 2012 wird der zunehmende Fluglärm beklagt und u.a. folgendes geschrieben:

„Die Stadt Riedstadt wird sich auch weiterhin für ein möglichst erträgliches Miteinander zwischen Flughafenbetrieb und umliegenden Kommunen einsetzen. Aktuell will sich Riedstadt gemeinsam mit seinen Nachbarkommunen Büttelborn und Griesheim für eine genauere Einhaltung der Flugrouten einsetzen. Im Abdrehen der Flugzeuge von der Startbahn West in Richtung Westen liegt offensichtlich die Hauptursache für die Zunahme der Lärmemissionen für die Riedstädter Bürgerinnen und Bürger“

Mit dem nun vorliegenden Antrag wird eine alternative Abflugrote vorgeschlagen.

  • Die Abflugroute „ANEKI“ beginnt an der Startbahn West in südlicher Richtung und verläuft zwischen Griesheim und Wolfskehlen. Allerdings beträgt die zulässige Streuung in Höhe Grieheim-Wolfskehlen bereits 3 Meilen, sodass zahlreiche Flugzeuge nah an den Ortsteilen Wolfskehlen, Goddelau und Crumstadt fliegen. Die Einräumung einer solchen Streuung ist nicht zwingend, im Ablfugverfahren der Südumfliegung ist beispielsweise keine Strueung zulässig, sondern die vorgegeben Routen sind strikt einzuhalten. Es wird daher vorgeschlagen, die Route auf der Abflugroute „ANEKI“ ebenfalls als verbindlich vorzugeben.
  •  Der zweite Vorschlag bezieht sch auf die derzeit praktizierte Abflugvariante SOBRA-U, die Flugzeuge in Richtung Frankreich/Spanien anwenden: Diese drehen derzeit bereits über Büttelborn in westliche oder südwestliche Richtung ab und überfliegen Riedstadt in geringer Höhe.
    Die vorgeschlagene Alternative würde ein Abdrehen in westliche bzw. südwestliche Richtung erst auf Höhe Pfungstadt/Hahn -, erlauben die Flugzeuge sollen dann südlich von Biebesheim/Gernsheim etwa auf Höhe Klein-Rohrheim westlich fliegen. Zum einen sind die Flugzeuge dann deutlich höher, sodass die Lärmbelästigung beim Überflug dann geringer ist, zudem sind insgesamt weniger Bürger betroffen, da die Gegend südlich von Biebesheim/Gernsheim dünner besiedelt ist. Insgesamt würde damit eine Verbesserung der Lärmsituation eintreten.
Diese Abflugrouten sollen, nach Prüfung durch den Magistrat, mit den Verantwortlichen Personen im Rahmen der UBV-Sitzung diskutiert werden.

Anmerkung: Dieser Antrag der GLR wurde in der STVV am 3. April 2014 eingereicht und in leicht abgewandelter Form beschlossen.

Tags: MobilitätFluglärm
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